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Insgesamt 2,5 Millionen Euro netto soll das Projekt kosten. Vorangegangen waren kontroverse Debatten und sogar ein Bürgerentscheid.

(ty) Seit Monaten wird in Manching zwischen der Niederfelder Straße und der Schulstraße am Fluss-Ufer gebaggert, betoniert, geschweißt und gebaut. Vor rund einem Jahr hatten die Vorbereitungen zur Errichtung dieser zweiten Paar-Brücke im Ortsbereich begonnen; am vorgestrigen Dienstag wurde der so genannte Brückenschlag vollzogen und gefeiert. "Die Fertigstellung der Brücke steht in den nächsten Wochen bevor", heißt es aus der Gemeinde-Verwaltung, "die Freigabe für alle Verkehrsteilnehmer wird wohl erst im Spätsommer erfolgen." Alles in allem Insgesamt soll das Projekt 2,5 Millionen Euro netto kosten.

Unter den fachmännischen Blicken von Vertretern der beteiligten Baufirmen sowie von Ingenieuren wurde die in den vergangenen Wochen zusammengesetzte und verschweißte Stahlbrücke am Dienstag über die Paar und an ihren letztendlichen Platz gehievt. "Dafür musste extra ein 650-Tonnen-Kran anrücken, um die 72 Tonnen schwere Konstruktion einzuheben", heißt es aus dem Rathaus. Nach gut 30 Minuten habe die Brücke in die vorgesehenen Halterungen eingepasst und verschweißt werden können. Mit diesem Moment sei der Brückenschlag vollzogen worden.

Diesem Ereignis waren Planungen vorausgegangen, die in Manching kontroverse Debatten und sogar einen Bürger-Entscheid ausgelöst hatten. Noch nie habe in der Kommune ein Bauprojekt im Vorfeld für so viel Aufsehen, Diskussion und Zeitaufwand in der Verwaltung gesorgt, wurde aus dem Rathaus erklärt. Nach dem Bürgerentscheid, der im Jahr 2024 im Rahmen der Europawahl stattgefunden hatte (Klares Ergebnis: Zweite Paar-Brücke für Manching), waren die Planungen für diese zweite Paar-Brücke im Ortsbereich vorangetrieben worden. Die Bauarbeiten begannen im Juni vergangenen Jahres, nachdem die Baustelle eingerichtet worden war. 

Anlässlich des nun erfolgten Brückenschlags erinnert der scheidende Manchinger Bürgermeister Herbert Nerb (FW) – der bei der jüngsten Wahl nicht mehr kandidiert hatte (Klaus Neumayr siegt bei Bürgermeister-Stichwahl in Manching klar vor Adolf Engel) – daran, dass im Rahmen der Hochwasserschutz-Planungen im Jahr 2020 klar geworden sei, dass der ehemalige Fuß- und Rad-Steg über die Paar – 110 Meter weiter flussabwärts – erhöht und somit neu gebaut oder entfernt werden müsse. Ein Neubau an der Stelle des Stegs sei nicht umsetzbar gewesen. Zudem habe das Extrem-Hochwasser vom Juni 2024 den Abriss des Stegs unumgänglich gemacht.

Die Kosten für den Brückenbau belaufen sich nach aktuellen Angaben aus dem Rathaus auf 2 080 000 Euro netto und liegen damit lediglich 30 000 Euro über den veranschlagten Kosten – "eine nahezu punktgenaue Kalkulation". Hinzu kämen die Ausgaben für den Straßenbau sowie die Park-Anlage. Insgesamt solle das Projekt letztlich 2,5 Millionen Euro netto kosten. An der Finanzierung des seitlich integrierten Geh- und Radwegs beteilige sich auch der Freistaat Bayern, "der den Neubau in Höhe der Hälfte eines neuen Stegs mitträgt, da der bisherige Fuß- und Rad-Steg nicht ersetzt werden konnte".

Nach den Worten von Bürgermeister Nerb markierte der nun erfolgte Brückenschlag einen symbolischen Höhepunkt. Er habe gezeigt, dass aus Planungen Realität und aus Diskussion Fortschritt werde – und dass aus unterschiedlichen Meinungen am Ende etwas Gemeinsames entstehe. "In diesem Sinne", so der Rathaus-Chef: "Möge diese Brücke nicht nur zwei Ufer verbinden, sondern auch uns als Gemeinschaft noch enger zusammenführen."

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