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Gratis-Vortrag am 22. April im Museum beleuchtet bislang wenig beachteten Fund, der bereits 1955 im Bereich des ehemaligen Oppidums gemacht wurde.

(ty) Für Mittwoch, 22. April, laden das Kelten-Römer-Museum von Manching und der hiesige keltisch-römische Freundeskreis zur nächsten kostenlosen Veranstaltung aus der beliebten Reihe "Manchinger Vorträge zur Archäologie und Geschichte" ein. Zu Gast ist der Ankündigung zufolge diesmal Fabienne Karl von der Unteren Denkmalschutz-Behörde aus Kaufbeuren. Sie referiere ab 18 Uhr im Manchinger Museum zum Thema "Schatz oder doch nur Schrott? Der römische Bronze- und Eisenhort aus Manching". Eine Anmeldung sei nicht erforderlich. Die Dauer-Ausstellung des Museums sei bis zum Beginn des Vortrags geöffnet.

Fabienne Karl widmet sich nach Angaben aus dem Kelten-Römer-Museum einem bislang wenig beachteten römischen Hortfund aus Manching, der im Zuge archäologischer Sondagen bereits im Jahre 1955 im Bereich des ehemaligen Oppidums entdeckt worden war. Der Hort umfasse 20 Bronze- und Eisen-Objekte, darunter militärische Ausrüstung, Werkzeuge, Geschirr, mehrere Schlüssel und landwirtschaftliches Gerät. Auf Grundlage einer detaillierten Dokumentation, Archiv-Recherche und Analyse dieser Objekte habe erstmals eine systematische Aufarbeitung des Fundkomplexes erfolgen können.

Im Zentrum der Untersuchung stünden vielfältige Fragen: Welche Bedeutung hatte der Hort? Unter welchen Umständen wurde er vergraben? Und welche Schlüsse lassen sich für die Besitz- und Nutzungs-Geschichte ziehen? Um dies herauszufinden, hinterfrage Fabienne Karl die Fundzusammensetzung, die unterschiedlichen Fundorte sowie das historische Umfeld, um so neue Erkenntnisse zur Datierung und Nutzung zu gewinnen. "Dadurch lässt sich die Niederlegung innerhalb der römischen Fundlandschaft Rätiens besser verstehen, auch eine Einordnung der einzelnen Objekte in ihren historischen Zusammenhang wird möglich", heißt es aus dem Museum.

Der reich bebilderte Vortrag zeige, dass eine sorgfältige Aufarbeitung älterer Fundkomplexe wertvolle Erkenntnisse über archäologische Objekte im provinzialen Kontext ermögliche. "Obwohl es sich nur um 20 Gegenstände handelt, liefern sie doch einen kleinen, aber durchaus bemerkenswerten Einblick in das Leben im antiken Manching", erklärt das Kelten-Römer-Museum. "Wie so oft können viele Fragen beantwortet werden, genauso viele bleiben vorerst allerdings offen. Ob es sich bei dem Hort um einen verborgenen Schatz oder doch nur um eine Ansammlung von Schrott handelt, kann aber bereits jetzt diskutiert werden."


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