Logo
Anzeige
Anzeige

Gesamt-Index ohne Nahrungsmittel und Energie aktuell bei 2,6 Prozent. Auswirkungen des Iran-Kriegs, Blick auf einzelne Waren, drei Grafiken.

(ty) Im Freistaat sind die Verbraucher-Preise im zu Ende gehenden März gegenüber dem Vorjahres-Monat um 2,8 Prozent gestiegen. Das wurde am heutigen Montag aus dem bayerischen Landesamt für Statistik bekannt gegeben. Den Angaben zufolge kosten Nahrungsmittel aktuell 1,0 Prozent mehr als vor einem Jahr; die Preise für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) kletterten im Vergleich zum Vorjahres-Monat um 6,8 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Februar erhöhte sich der Verbraucher-Preis-Index um 1,2 Prozent. Nachfolgend weitere Details – auch zu einzelnen Waren – sowie drei Grafiken.

Die Inflationsrate, gemessen als prozentuale Veränderung des Verbraucher-Preis-Index gegenüber dem entsprechenden Vorjahres-Monat, liegt laut aktueller Mitteilung für den zu Ende gehenden März – wie eingangs erwähnt – bei 2,8 Prozent. Die Teuerungsrate des Gesamt-Index ohne Nahrungsmittel und Energie, in der öffentlichen Diskussion oft als Kerninflationsrate bezeichnet, beläuft sich für diesen Monat auf 2,6 Prozent und liegt damit nach Angaben der Behörde erstmals seit August 2023 unter der Gesamt-Inflation. Die stark gestiegenen Energie-Preise seien Grund für diese Entwicklung. Gegenüber dem Vormonat Februar sei die Kerninflation um 0,6 Prozent gestiegen.

Im Jahres-Vergleich stiegen für Verbraucherinnen und Verbraucher im März heuer die Preise für Nahrungsmittel um 1,0 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Februar stiegen die Preise um 0,5 Prozent. Brot und Brötchen (plus 3,2 Prozent), Fleisch und Fleischwaren (plus 3,9 Prozent) sowie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (plus 4,1 Prozent) wurden gegenüber dem Vorjahres-Monat deutlich teurer. Ebenso kletterten die Preise im Vorjahres-Vergleich für Kaffee und Ähnliches (plus 10,5 Prozent).

Obst (plus 3,4 Prozent) wurde gegenüber dem Vorjahres-Monat ebenfalls teurer, Gemüse hingegen um 0,4 Prozent günstiger. Wie schon in den Vormonaten sanken dagegen die Verbraucher-Preise für Butter (minus 27,4 Prozent), Quark (minus 21,2 Prozent), Speisefette und Speiseöle (minus 16,4 Prozent) sowie Olivenöl (minus 11,8 Prozent) gegenüber dem Vorjahres-Monat spürbar. "Hier macht sich ein so genannter Basis-Effekt bemerkbar, da die Preise für diese Produkte im Vorjahres-Monat zum Teil stark gestiegen waren", erklären die Experten.

Die Preise für Energie (Haushalts-Energie und Kraftstoffe) stiegen im Vergleich zum Februar deutlich an (plus 8,1 Prozent). "Die Auswirkungen des Iran-Kriegs sind hier für die Verbraucherinnen und Verbraucher am stärksten spürbar", so das Landesamt für Statistik. Tanken wurde im März gegenüber dem Vormonat um 16,7 Prozent teurer. Die Preise für Heizöl schnellten sogar um 43,9 Prozent nach oben. Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe wurden im Vormonats-Vergleich um 9,2 Prozent teurer. Preissenkungen hingegen zeigten sich beim Strom (minus 0,6 Prozent). Die Preise für Erdgas sind im Vormonats-Vergleich ebenfalls leicht gesunken (minus 0,2 Prozent).

Im Vorjahres-Vergleich liegen die Preise für Energie im zu Ende gehenden März um 6,8 Prozent über den Preisen von März vergangenen Jahres. Der Preis für Heizöl kletterte spürbar um 44,8 Prozent gegenüber März vergangenen Jahres. Auch der Preis für Kraftstoffe ist im zu End gehenden März gegenüber dem Vorjahres-Monat stark gestiegen (plus 19,7 Prozent). Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe wurden im Vorjahres-Vergleich ebenfalls deutlich teurer (plus 25,3 Prozent). Strom (minus 6,6 Prozent) und Erdgas (minus 4,2 Prozent) können dagegen derzeit günstiger bezogen werden.

Insbesondere in der langfristigen Betrachtung wird deutlich, wie stark und vor allem auch wie unterschiedlich sich die Energie-Preise inzwischen entwickelt haben: Gegenüber den Durchschnitts-Preisen des Jahres 2020, dem Basisjahr der Verbraucher-Preis-Statistik, sind die Preise für Brennholz, Holzpellets und andere feste Brennstoffe (plus 84,8 Prozent), Erdgas (plus 81,3 Prozent) und Kraftstoffe (plus 64,6 Prozent) massiv gestiegen. Die Preise für Heizöl sind seit 2020 mit 165,2 Prozent am stärksten geklettert. Für Strom hingegen liegt die Preissteigerung lediglich bei 13,8 Prozent. Insgesamt sind die Preise für Energie (Haushalts-Energie und Kraftstoffe) seit dem Jahr 2020 um 51,4 Prozent gestiegen.

"Preissteigerungen aufgrund des Kriegs in Nahost sind auch für internationale Flüge beobachtbar", heißt es aus dem bayerischen Landesamt für Statistik. Laut heutiger Mitteilung haben sich diese im zu Ende gehenden März im Vergleich zum Vormonat um deutliche 10,0 Prozent erhöht. Im Vorjahres-Vergleich ist eine Preissteigerung von 17,8 Prozent zu verzeichnen.

Gegenüber dem Vorjahres-Monat erhöhten sich die Wohnungsmieten ohne Nebenkosten im zu Ende gehenden März um 2,4 Prozent. "Die Preissteigerung in diesem Bereich liegt unter dem Niveau der allgemeinen Preisentwicklung", so die Statistik-Behörde des Freistaats.


Anzeige
RSS feed