Der 19-jährige Musiker erhielt die mit 1500 Euro dotierte Auszeichnung auf einhelligen Ratsbeschluss hin und trug sich ins "Goldene Buch" ein.
(ty) Die Stadt Pfaffenhofen hat am gestrigen Abend im Fest-Saal des Rathauses den 29. Kultur-Förderpreis an den 19 Jahre alten Musiker Quirin Meinersmann verliehen. Er war viele Jahre lang Schüler an der städtischen Musikschule von Pfaffenhofen und spielt Akkordeon, Posaune und Klavier. "Der mit 1500 Euro dotierte Preis würdigt junge Talente und besonderes kulturelles Engagement", fasst die Stadtverwaltung zusammen. Er werde seit dem Jahre 1993 vergeben und sei auf Anregung des Musik-Referenten Max Penger (CSU) entstanden.
Zum Auftakt des Abends begrüßte der Preisträger die Gäste musikalisch mit einem Werk von Biagio Marini, gemeinsam mit Auwi Geyer, Georg Maus und Jonathan Schied an der Posaune. Bürgermeister Thomas Herker (SPD) hieß die Anwesenden willkommen. In seiner Laudatio würdigte Penger den Preisträger, dessen musikalische Entwicklung und die künstlerische Haltung ausführlich: "Quirin Meinersmann steht für eine Generation von Musikerinnen und Musikern, die mit Ernsthaftigkeit, Disziplin und großer Freude an der Musik ihren Weg gehen." Was Meinersmann besonders auszeichne, "ist mehr als Können", so Penger. "Es ist auch seine Haltung zur Musik."

Er musiziert laut Penger nicht für den schnellen Applaus, sondern aus innerer Überzeugung. "Er gestaltet, hört zu, lernt weiter – und besonders schön dabei: Er bleibt stets mit seiner Heimat verbunden." Penger zeichnete auch Meinersmanns Werdegang nach – von den Anfängen an der städtischen Musikschule über die Bläser-Klasse der örtlichen Georg-Hipp-Realschule und verschiedenen Ensembles bis hin zum aktuellen Ziel: Aufnahme an einer Musikhochschule. "Als Kommune sind wir stolz auf junge Menschen wie ihn", betonte Penger. "Sie zeigen, dass kulturelles Leben nicht nur in großen Städten entsteht, sondern genau hier – in Proberäumen, Klassenzimmern und auf kleinen Bühnen. Kultur wächst überall dort, wo wie ernst genommen und gefördert wird."
Bürgermeister Herker verlieh den Kultur-Förderpreis und Meinersmann trug sich in das "Goldene Buch" der Stadt ein. Der 19-Jährige bedankte sich bei Max Penger, allen Wegbegleitern, die ihn gefördert haben, bei der Stadt für die Auszeichnung, bei seinen Freunden und seiner Familie. Sie seien das Rückgrat für ihn in Bezug auf Musik, Schule und menschliche Probleme. Die Musikschule sei dabei "sein zweites Wohnzimmer" gewesen. Musikalisch gestaltete der Preisträger auch den weiteren Abend, indem er sein Können an verschiedenen Instrumenten zeige: Neben einem Klavier-Solo präsentierte er ein Akkordeon-Stück sowie ein weiteres Stück am Klavier mit Schlagzeug-Begleitung durch Finn Lippold.

Für sein Können am Akkordeon wurde Meinersmann bereits mit dem "Goldenen Leistungs-Abzeichen" bedacht. Ende vergangenen Jahres hatte der Stadtrat auf gemeinsame Empfehlung von Kultur-Referent Reinhard Haiplik (ÖDP) und Musik-Referent Max Penger einstimmig die Verleihung des Kultur-Förderpreises an Quirin Meinersmann beschlossen. Der 19-jährige Musiker ist in Pfaffenhofen aufgewachsen. Im Anschluss an das Abitur an der FOS in Scheyern begann er eine zweijährige Ausbildung an der Berufsfachschule für Musik in Krumbach, um sich gezielt auf ein späteres Studium an einer Musikhochschule vorzubereiten.
Zum Hintergrund:
Musiker Quirin Meinersmann (19) erhält Kultur-Förderpreis der Stadt Pfaffenhofen





