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Die gezeigten Werke entstanden in einem Kurs, den die VHS seit etlichen Jahren für neurologische erkrankte Menschen anbietet.

(ty) Im Foyer des Landratsamts in Pfaffenhofen läuft eine neue Ausstellung mit dem Motto "Kunst kennt kein Früher und kein Perfekt!" Gezeigt werden nach Angaben der Behörde nun Werke aus dem Malkurs für neurologisch erkrankte Menschen, der unter dem Titel "Als alles anders wurde…" bei der Volkshochschule des Landkreises läuft und auch im aktuellen Frühjahrs-Trimester wieder angeboten wird. Die Werke können bis einschließlich Freitag, 27. Februar, zu den üblichen Öffnungszeiten der Kreis-Behörde besichtigt werden: montags bis donnerstags von 8 Uhr bis 17 Uhr sowie freitags von 8 Uhr bis 12 Uhr.

Der besondere Malkurs werde seit 2018 von der Landkreis-VHS angeboten – initiiert im Rahmen des "Bündnisses für Familie". Konzipiert worden sei das Angebot von Peter Grein, Chefarzt der Neurologie, Schlaganfall-Medizin und Akutgeriatrie an der Ilmtalklinik in Pfaffenhofen, und von Hiltrud Leber vom Ingolstädter Verein "Zamor", um körperliche Symptome zu lindern sowie Selbstbewusstsein und Lebensfreude zu stärken. Das Malen unterstütze die Krankheits-Verarbeitung und eröffne neue Perspektiven.

Landrat Albert Gürtner (FW) würdigt den nachhaltigen Erfolg, das Engagement und die Zusammenarbeit bei diesem Projekt: Das "Bündnis für Familie" leiste mit diesem Angebot einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheit neurologisch erkrankter Menschen. Auch Grein betont die Wirkung des Kurses: "Die kreative Beschäftigung stärkt Selbstbewusstsein und Lebensfreude." Kunst wirkt seinen Worten zufolge therapeutisch. "Sie aktiviert das Gehirn, stärkt Körper und Psyche und schenkt Betroffenen wie Angehörigen neue Hoffnung."

Hiltrud Leber vom Verein "Zamor" hebt hervor, wie wichtig kreativer Ausdruck für die Krankheits-Verarbeitung sei. Beim Malen gebe es "keinen Vergleich mit früheren Leistungen und keinen Anspruch auf Perfektion", gleichzeitig würden Wahrnehmung und Feinmotorik gefördert. Helga Inderwies, Leiterin der Arbeits-Gruppe "Inklusion, Pflege und Behinderung" im "Bündnis für Familien", bedankt sich bei der Bündnis-Koordination Stefanie Müller und der VHS für die Organisation der Ausstellung.

"Ich freue mich, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nun Einblick in die wertvolle Arbeit des Malkurses geben", so Inderwies. Kurs-Leiterin Nathalie Ponsot begleitet die Teilnehmenden seit Beginn. "Viele berichten, wie sehr ihnen der Kurs hilft", heißt es aus dem Landratsamt: "Zur Ruhe kommen, Neues ausprobieren, sich selbst neu wahrnehmen und in geschütztem Rahmen kreativ sein."

Der Kurs kann laut Landratsamt nur durch einen Eigenbeitrag von 30 Euro und durch Spenden finanziert werden – unter anderem durch die Unterstützung der Sparkasse von Pfaffenhofen (3.000 Euro), eine private Spende von Ursula Hecht (250 Euro) und eine Weihnachts-Spenden-Aktion des Personalrats der Kreis-Behörde (500 Euro). Für die Fortführung des Kurses würden weitere Spender gesucht, "gerne auch für regelmäßige Zuschüsse". Jede Unterstützung trage dazu bei, das niedrigschwellige Angebot langfristig zu sichern.

Die Volkshochschule des Kreises übernehme weiterhin die Organisation des Kurses. VHS-Leiterin Alice Köstler-Hösl unterstreicht die Bedeutung inklusiver Bildungs-Angebote und dankt der Anna-Kittenbacher-Schule in Pfaffenhofen für die Bereitstellung der Räume. Der Kurs mit der Nummer 261A5510 werde auch im aktuellen Programm wieder angeboten. Er finde sechs Mal montags von 16.30 Uhr bis 18.30 Uhr statt. Anmeldungen sind bei der VHS telefonisch unter (0 84 41) 27 - 40 00, per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder online auf https://vhs.landkreis-pfaffenhofen.de möglich.


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