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Arbeitslosen-Quote bei 2,7 Prozent; vor einem Jahr waren es 2,5 Prozent. Für Ingolstadt werden 4,8 Prozent gemeldet, für die gesamte Region 3,4 Prozent. 

(ty) "Auch zum Jahreswechsel kommen vom regionalen Arbeitsmarkt weiterhin keine positiven Nachrichten", heißt es heute aus der Agentur für Arbeit in Ingolstadt zur jüngsten Entwicklung in der Region 10 – also in den Landkreisen Pfaffenhofen, Neuburg-Schrobenhausen und Eichstätt sowie in Ingolstadt. "10 144 von Arbeitslosigkeit betroffene Personen bedeuten den höchsten Wert in einem Dezember seit 2005", fasst Behörden-Leiter Johannes Kolb zusammen. "Die Bremswirkung der konjunkturellen und strukturellen Schwäche hält weiter an, hat den deutlichen Abbau von Arbeitsplätzen zur Folge und verhindert Neueinstellungen", sagt er. Und: "Eine nachhaltige Belebung ist aktuell nicht in Sicht."

Zum Stichtag im zu Ende gegangenen Dezember waren laut heutiger Mitteilung der Behörde in der Region 10 insgesamt 291 Bürgerinnen und Bürger mehr arbeitslos gemeldet als noch im Vormonat November. Das Anwachsen verteile sich auf beide Rechtskreise, wird dazu erläutert – Arbeitslosen-Versicherung: plus 199, Grundsicherung: plus 92.

Die insgesamt schwache Entwicklung verdeutliche auch der Vorjahres-Vergleich: Im Dezember 2024 waren im gesamten Agentur-Bezirk für die Region 10 noch 1185 Personen weniger arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosen-Quote für die Region pendelte sich für den zu Ende gegangenen Dezember bei 3,4 Prozent ein. Im Vormonat lag sie bei 3,3 Prozent, ein Jahr zuvor bei 3,0 Prozent.

Insbesondere in der Personen-Gruppe zwischen 15 bis unter 25 Jahre stieg die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Dezember 2024 stark an, meldet die Behörde. "Dies ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass bei Entlassungen häufig zuerst die Mitarbeitenden mit geringer Betriebszugehörigkeit freigesetzt werden", weiß Behörden-Leiter Kolb. Aber auch die Langzeit-Arbeitslosigkeit sei um knapp ein Viertel höher als noch vor einem Jahr.

"Vermehrt müssen hier deutlich mehr Menschen als in der Vergangenheit von der Arbeitslosen-Versicherung in die Grundsicherung wechseln", so Kolb. Ein weiterer Indikator für die fehlende Dynamik sei der rückläufige Bestand an offenen Stellen. Zum Stichtag im vergangenen Dezember waren den Vermittlungs-Fachkräften in der Region 10 insgesamt 3961 vakante Arbeitsplätze zur Besetzung gemeldet – stolze 302 weniger als ein Jahr zuvor.

Die Lage im Kreis Pfaffenhofen

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm ist im Dezember gestiegen. 2108 Menschen waren hier laut heutiger Mitteilung zum Stichtag als arbeitslos gemeldet; das sind 120 Personen oder sechs Prozent mehr als im November und 163 Personen beziehungsweise acht Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote betrug für Dezember 2,7 Prozent und lag um 0,2 Prozentpunkte über dem Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr lag sie bei 2,5 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1289 Personen (57 Personen mehr als im Vormonat, 91 mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Job-Center) waren 819 Arbeitslose registriert (63 mehr als im Vormonat, 72 mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Job-Center) wurden im Dezember rund 39 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Dezember meldeten sich im Kreis Pfaffenhofen insgesamt 740 Personen arbeitslos. Davon kamen 298 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 621 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 172 eine Erwerbstätigkeit auf. "Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende", so die Agentur für Arbeit: 188 Stellen seien im Dezember neu gemeldet worden; das seien 50 mehr als im Vormonat und 47 mehr als vor einem Jahr. Aktuell befänden sich damit rund 1040 freie Stellen im Landkreis im Bestand der Arbeitsagentur.

In der Grundsicherung (Job-Center) stieg die Zahl der so genannten Bedarfs-Gemeinschaften im Vorjahres-Vergleich im Kreis Pfaffenhofen um 78 auf nunmehr insgesamt 1315 – eine Zunahme um sechs Prozent. Den Angaben zufolge wurden im Dezember im Landkreis Pfaffenhofen insgesamt 1708 erwerbsfähige Bürgergeld-Berechtigte betreut, das waren 71 Personen beziehungsweise vier Prozent als vor einem Jahr.

Blick in die Region 

Auch die Arbeitslosigkeit im Stadtgebiet von Ingolstadt ist im Dezember gestiegen. 4010 Menschen waren zum Stichtag arbeitslos gemeldet: 85 mehr als im November und 719 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote betrug für Dezember 4,8 Prozent und lag um 0,1 Prozentpunkte über dem Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,0 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit im Kreis Neuburg-Schrobenhausen hat sich ebenfalls erhöht. Zum Stichtag im Dezember waren 1809 Leute arbeitslos gemeldet: 40 mehr als im November, 78 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote betrug für Dezember 3,1 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,0 Prozent.

Auch im Landkreis Eichstätt ist die Arbeitslosigkeit im Dezember gestiegen. 2217 Personen waren zum Stichtag arbeitslos gemeldet; das sind 46 mehr als im November und 225 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote betrug 2,8 Prozent und war identisch zum Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr lag sie bei 2,6 Prozent. 


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