Die Kriminellen forderten Bargeld, schlugen die Mutter. Die 35-Jährige und fünf Kinder wurden durch Reizgas verletzt. Fahndung erfolglos.
(ty) Beklemmende und rabiate Szenen sollen sich in der Nacht zum vergangenen Sonntag in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Guerickestraße in Ingolstadt abgespielt haben. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord am heutigen Dienstag unter Berufung auf die Angaben der 35 Jahre alten Bewohnerin berichtet, wurde die Frau gegen 3.55 Uhr durch laute Geräusche in ihren Räumlichkeiten geweckt. Als sie nachgeschaut habe, habe sie sich drei maskierten Tätern in ihrer Wohnung gegenüber gesehen. Von diesen sei – zum Teil unter Vorhalt von Schusswaffen – die Herausgabe von Bargeld gefordert worden.
Im weiteren Verlauf sei der 35-Jährigen ins Gesicht geschlagen worden. "Zudem wurde nach bisherigen Erkenntnissen Reizgas aus einer Waffe verschossen", teilt das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord mit. Die 35-Jährige sowie ihre fünf anwesenden Kinder im Alter zwischen fünf und 14 Jahren seien dadurch jeweils leicht an den Atemwegen verletzt worden. Die Mutter und ihre Kinder wurden den Angaben zufolge vom alarmierten Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht, "konnten aber unmittelbar nach der Behandlung wieder entlassen werden".
Die Kriminalpolizei-Inspektion aus Ingolstadt habe noch in der Nacht mit umfangreichen Maßnahmen zur Spuren-Sicherung begonnen. "Eine Fahndung nach den vom Tatort geflüchteten Tätern – von denen zwei dunkle Kleidung trugen und ein dritter camouflage-gemustert bekleidet war – verlief ohne Ergebnis", so die Polizei. Die weiteren Ermittlungen, insbesondere auch zur Art des Eindringens in die Wohnung sowie zu möglicher Beute, dauern laut aktueller Meldung an. Etwaige Zeugen werden darum gebeten, sich unter der Rufnummer (08 41) 93 43 0 bei der Kripo zu melden.





